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Bird
Auf dieser Seite werden verschiedenen Spielpläne aus der Sicht von Schwarz und Weiß
diskutiert. Mit Weiß wird zu allermeist die Fianchettierung des weißen Läufers nach g2
angestrebt. Die häufigsten "Aufbauten" von Schwarz beginnen mit 1... d5 und folgen dem
Prinzip der vertauschten Farben in der holländischen Verteidigung.
Alle Abspiele werden in aktuellen Musterpartien beleuchtet.
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Bird 1. f4 á la Malaniuk
Vladimir Malaniuk ist mit seiner einzigartigen Behandlung der Holländischen Verteidigung
bekannt geworden. Er verfeinerte die Leningrader Variante mit einem an dieser Stelle
untypischen Zug De8 und sorgt damit seit den 80er Jahren für Furore. Zwar gibt es
Vorgängerpartien von Pelikan (1959), jedoch kann Malaniuk als der Vater dieser Variante
gesehen werden. Was liegt also näher das Selbe auch mit Weiß zu spielen?
Ein aktuelles Beispiel zeigt die möglichen Verwicklungen die sich sich aus der Stellung
ergeben können. Zwar ist Malaniuks Gegenspieler Amateur, aber er hält sehr gut mit.
Malaniuk (2586) - Humeau (2171)
Corsica Masters Open 2009
1. f4 Sf6 2. Sf3 g6 3. g3 Lg7 4. Lg2 0-0 5. 0-0 c5 6. d3 d5 7. De1 Sc6

Zu dieser Stellung kann es durch viele Zugunstellungen kommen, aber im Wesentlichen
ist diese identisch mit Malaniuks Lieblingsposition aus dem Holländer. Nun verfügt Weiß
über ein Extratempo, dass er an dieser Stelle mit 8.e4 versuchen könnte auszunutzen.
Dieser Zug wird nach meiner Bird-Datenbank auch am häufigsten gespielt, jedoch verspricht
der aus dem "Holländer" kopierte Zug Sa3 die beste Gewinnchance.
Malaniuk bevorzugt hier das thematische 8.c3
8. c3 Dd6!?
Wenn man weiter den "holländischen" Themen folgen will, zieht man als Schwarzer hier d4
9. Sa3 Lg4 10. e4 Lxf3 11. e5!

Hut ab vor dem Mut des Schwarzen! Die nachfolgenden Verwicklungen sind kaum zu
durchblicken. Aber vielleicht wurde er von 11.e5 überrascht und musste wohl oder übel diesen
Weg gehen, denn ein Rückzug der Dame z.B.:
11... Dd7 12. exf6 Lxg2 13. fxg7 Lxf1 14. gxf8=D+ Txf8 15. Dxf1 kostet eine Figur.
11... Lxg2 13.exd6 Lxf1 14. Dxf1 (dxe7!?) exd6 16. Df3

Der Rauch hat sich verzogen und materiell befindet sich die Stellung im Gleichgewicht.
Der Großmeister spielt in der Folge darauf mit der Dame in die gegnerische Stellung einzudringen
und damit Vorteil zu erlangen was ihm in der Folge auch gelingt.
14... a6 (d4!?)15. Ld2 Tfe8 16. g4 h6 17. Sc2 d4?!
17... Se7 war zwar besser, aber die weiße Stellung spielt sich deutlich leichter
18. cxd4 cxd4 19. Te1!
Sehr instruktiv. Malaniuk reduziert das schwarze Turmpaar, da diese sich gegenseitig gut decken können
und das Eindringen der Dame erschweren.
19... Txe1 20. Lf2 Sd7 21. Dd5?! Sf6 (21... Sc5! hätte Schwarz gute Chancen auf Ausgleich geboten)
22. Dxd6 Sxg4 23. Dd7 Te2 24. Dxg4 Txc2 25. Dc8+ Lf8 26. Dxb7 Sb4 27. Lxd4 Sxd3 28. De4 Tc1+
29. Kg2 Sc5? 30. De5!

Die Stellung war schon schwierig für Schwarz, aber nun übersieht er die Mattdrohungen auf
Diagonale d4-h8. Es folgte noch:
30... Tc2+ 31. Kh3 1:0
Zugegebenermaßen zeigt die Partie noch nicht die mit der Idee De1 verbundenen Pläne,
aber aufgrund der Aktualität und des weißen Protagonisten kam die Partie zuerst.
Ein passenderes Beispiel folgt noch.
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Stonewall mit Weiß
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Leningrader Variante i. A.
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Froms-Gambit
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Die Diagramme auf dieser Seite wurden mit Chessbase 10 erzeugt www.chessbase.de
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